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Zé

Das ML Finale 2019

30.04.2019

Männers,

nun liegen fast 25 Jahre ML hinter uns oder zumindest hinter einigen von Euch. Und auch diejenigen die - so wie ich - nicht seit 1994 dabei sind, haben bereits etliche Jahre Ihres Leben in diesen präsidialen Sauhaufen investiert. Und man hat nicht das Gefühl, dass das die Begeisterung für dieses Spiel nachlässt. Im Gegenteil, die Ära Honald Hump biegt vehement in ihre Zielgerade ein und man kann getrost behaupten, dass es goldene Jahre waren. Honald hinterlässt seinem designierten Nachfolger das vielzitierte bestellte Feld. Aus den Sauftakttreffen sind ganze Sauftaktwochenenden geworden, die den immer zahlreicher werdenden familiären Verpflichtungen Stand halten. Das erste Kneipentreffen steht in den Geschichtsbücher und der Reformwille für neue Pokale ist mindestens geweckt. Die Ligaleitung schnurrt sowieso zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk und spuckt die Ergebnisse aus, wie der Merlion das Wasser. Mit dem Patron der Kalker Forza steht ein Kandidat in den Startlöchern der die Sprache der ML spricht und in Herz, Kopf und Bauch ein jootes Jefööhl verbreitet. Ich bin mir sicher, dass der Sauhaufen sich gerne von ihm anleiten lässt.

Für die Finalisti ist es mittlerweile auch schon die 17. Saison und beim Blick auf den Gegner vom Mittelberg werden dabei nicht die besten Erinnerungen geweckt. In den letzten vier Jahren traf man in der entscheidenden Phase der Saison dreimal auf die Jolitschen und ging nie als Sieger vom Platz. Das Finale 14/15 war seinerzeit der Auftakt zur Jolaktischen Titeljagd (12,5:22 und 28:29,5). Auch im Halbfinale 16/17 (25:28 und 16:31,5) und Viertelfinale 17/18 (9,5:23) setzte es zum Teil empfindliche Schlappen. Unvergessen dabei das Prödl-Koc-Finale 2015 mit dem Abschluß im Blue Shell. Aus Finalisti Sicht am schmerzhafttesten war aber sicherlich das Halbfinale 2017, als es der herrausragenden Fausto Offensive um Dembélé, Forsberg, Thiago, Bellarabi und Kruse nicht gelang die Hürde FKJS zu nehmen.

Jetzt steht die Begenung FK Jolitsche Sportfreunde gegen den FC Fausto Finale '79 zum zweiten Mal auf der Speisekarte eines ML Finales. Und wenn man die beiden Kader aufmerksam studiert bleibt der Truppe von Franco Foda erneut nur die Außenseiterrolle im Duell mit dem neuen Angstgegner von FF (früher war das PBJ, aber das ist eine andere Geschichte).

Neben dem G-Funk (Götze, Gnabry, Grifo, Gerhardt) führt mit Axel Witsel der wohl beste Neuzugang der Saison Regie im Mittelfeld der Mittelberger. Daneben spintet ein Schulz die Linie runter und Zakaria pflügt neudeutsch von Box zu Box. Sicherlich war auch das Finalisti Mittelfeld eher eine Qualitätssiegel für das Erreichen des Finales aber insbesondere in Punkto Torgefährlichkeit fallen die Mannen um Kampl, Caligiuri, Klaassen und Bender schon deutlich gegenüber JS ab. Bleibt immerhin die Hoffnung das Frank Ribery in seinen letzten Tagen in der ML einen würdevollen Abschied erhält und noch ein letztes Mal sein Können aufblitzt. Am Besten drei Mal.

Über einen Vergleich im Sturm müssen wir garnicht reden. Bei aller Liebe für Mateta und ML-Liebling Lucas Alario, ein Sturm mit Ante Rebic, Milot Rashica, Wout Weghorts und dem formstarken Matheus Pereira sucht seines Gleichen.

Lediglich in der Abwehr sind die Finalisti nominell stärker besetzt. Tah, Rekik, Ayhan, Kempf und auch der Abwehrspieler auf der Zehn Boetius, sowie Diallo und Danso, bringen in Qualität und Breite mehr mit mit als die Mühls, Zimmermanns, Laimers und Kaminskis, mit denen sich Abwehrchef Brooks so rum schlagen muss, wenn er denn fit ist.

Im Tor sind beide Vereine gleichmäßig stark besetzt. Gulacsi (Notenschnitt 2,63) und Schwolow (2,66) gehören zu dem aller Besten, was diese Liga anzubieten hat.

Wie dem auch sei. Die Finalisti freuen sich unglaublich auf Ihr 5. ML Finale und werden alles geben den Titel in die Elsaßstrooß zu holen. Im Viertel- und Halbfinale war man gegen die sehr starken Teams vom MFC und der Spor auch nur Außenseiter. Die Jolischen müssen erstmal ihren ersten #FridayForFinalisti bestehen. Und vielleicht wird es dann ja sogar noch einmal richtig laut in der ML, so dass den Nachbarn nicht nur in Klettenberg die Ohren schmerzen. Oder Frank Ribery bekommt in seinem letzten Spiel einen Elfmeter geschenkt, wie einst Bixente Lizarazu für die Lok. Dieses Finale wird eine Geschichte schreiben, so wie es in den letzten 25 Spieljahren der ML immer der Fall war und hoffentlich noch lange bleibt.

Verfolgt es, genießt es und verpasst auch nicht den Showdown ums Fässchen.

- Zé -